Ziele

Das Forschungsprojekt bezweckt die Erstellung eines Barometers zu objektivierten und subjektiven Sicherheiten in einem interdisziplinären Verbund. Das Sicherheitsbarometer fokussiert sich auf Wahrnehmungen, Erwartungen und Gefühle zu Sicherheit in den Phänomenbereichen Kriminalität, Terrorismus, Naturkatastrophen und technische Großunglücke. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Wahrnehmung von Sicherheit in die soziale Sicherheit eingebettet ist. Hieraus ergibt sich eine theoretische und empirische Abhängigkeit von einem allgemeinen Sicherheitskonzept sowie von dem Vertrauen in die eigene und gesellschaftliche Fähigkeit zur Bewältigung von Risiken. Die exemplarische Studie basiert auf der Kombination von grundlegender Datenerhebung, Methodenentwicklung und anwendungsorientierter Auswertung in einem gesellschaftswissenschaftlichen Verbund. Design, Methodik und Resultate dieser Studie dienen als Grundlage und Orientierungsmaßstab für die Durchführung von Folgestudien. Hieraus erschließt sich das wissenschaftliche Potenzial der Studie, eine Theorie der (Un-)Sicherheit zu entwickeln. Langfristig ermöglicht das neue Forschungsdesign mit den erprobten innovativen Forschungsmethoden die Erhebung von Entwicklungsverläufen (z.B. durch Follow-up-Studien). Im europäischen Vergleich erlaubt die Studie die Realisierung von Längsschnittuntersuchungen. Deren Funktion erschöpft sich nicht in der Anschlussfähigkeit an die europäische Forschung. Vielmehr kann das beabsichtigte "Barometer zum Sicherheitsempfinden" eine Pilotrolle einnehmen. Für die Zukunft stellt das Sicherheitsbarometer ein Instrument für ein Sicherheitsmonitoring zur Ermittlung langfristiger Trends dar, um eine kriminalpolitische Entscheidungshilfe zu bilden.

  • Geändert am: 09.03.2017
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